• Fertig angerichtet. Foto: HV

Spinat ist ein köstlicher und gesunder Frühlingsbote und in der Küche vielseitig verwendbar. Die Herkunft des Spinats ist nicht sicher geklärt. Vermutlich stammt er ursprünglich aus Vorderasien. In der Antike war er in Europa noch nicht bekannt. Man nimmt an, dass die Mauren ihn im 8. Jahrhundert nach Spanien mitbrachten. Der Spinat wird von dem mittelalterlichen Mönch- und Pflanzenkenner Albertus Magnus in seiner Schrift „De natura rerum“ erwähnt. Es wird jedoch nicht klar, ob er bereits in Deutschland zu seiner Zeit – dem 13. Jahrhundert – angebaut wurde. Für das 16. Jahrhundert gibt es dann eine ganze Reihe von Nachweisen dafür, dass der Spinat deutsche Gärten erobert hat.

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Spinat ist ein klassischer Begleiter zu Fisch, wie beispielsweise Lachs. Eine beliebte Kombination ist auch die mit Ei und Kartoffeln. In einigen schönen kleinen Dörfern in der Rheinebene, am Rande des Kraichgaus, wie hier in Weiher, da wird allerdings eine besondere Essenstradition gepflegt. Hier verspeist man Spinat zusammen mit breiten selbstgemachten Nudeln und einem ordentlichen Braten oder Gulasch mit viel Bratensoße! Noch in den 50er Jahren des 20. Jh. war Spinat eine beliebte Festtagsspeise und wurde sogar an Hochzeiten gereicht.

Wir freuen uns daher, heute das Rezept unseres Mitglieds Inge Blumhofer aus Weiher vorstellen zu können, die nicht nur das Rezept nachkochte, sondern auch den Spinat vom Samenkorn bis zum Kochtopf begleitete und uns damit auch einen Einblick in den Anbau ermöglichte. Die einjährige Pflanze wird direkt ins Beet gesät und kann schon nach sechs bis acht Wochen geerntet werden. Es empfiehlt sich eine erste Aussaat ins Freiland von März bis Mai. Im August und September kann eine zweite Aussaat erfolgen.

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Mundart

Zutada

2 Pfund frischa Schbinaad
100 gr. Budda
1 Zwiwwl
2 Knowlichzeha
2 Eßleffel Mehl
150 ml Rohm
Salz, Pfeffa unn Muschgat

 

Zubereidung

Den frischa Schbinaad guud wescha unn die langa Schdiel abzopfa. In anama großa Haffa Salzwassa zum kocha bringa unn den Schbinaad in glona Portiona korz blangschiera. Mit am Schaumleffel rausnemma unn abdropfa lassa. Frieja hat ma nod den Schbinaad noch durich da Flaischwolf gadräht, awwer des mecht ma heid nimmi.

Die Zwiwwl und den Knowlich gloi schneida unn in da Budda glasich werra lassa. Dess Mehl dazugewwa und bisl ohreschda. Mit dem Rohm ablescha unn den Schbinaad neiriera. Mit Salz, Pfeffa unn Muschgat werza unn zu da Nudl unn dem Brodaflaisch serwiera.

Hochdeutsch

Zutaten

1 kg. frischer Spinat
100 gr. Butter
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Mehl
150 ml Sahne
Salz, Pfeffer und Muskat

 

Zubereitung

Den frischen Spinat gut waschen und die langen Stiele abzupfen. In einem großen Topf Salzwasser zum kochen bringen und den Spinat in kleinen Portionen kurz blanchieren. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen. Früher drehte man den Spinat dann noch durch den Fleischwolf, das macht man heute mehr.

Die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden und in der Butter glasig dünsten. Das Mehl dazugeben und kurz anrösten lassen. Mit der Sahne ablöschen und den Spinat dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit den Nudeln und dem Braten servieren.

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