Träume der Kindheit“ – rund 700 Besucher bei der Kerweausstellung

Was für ein schöner Erfolg für den Heimatverein Ubstadt-Weiher! Rund 700 begeisterte Besucherinnen und Besucher kamen am Kerwesonntag in die Mehrzweckhalle Weiher und ließen sich bei der sechsten Kerweausstellung auf eine Zeitreise durch 100 Jahre Spielkultur mitnehmen.

Unter dem Motto „Träume der Kindheit – Spiele und Spielsachen aus einem Jahrhundert“ zeigte die Ausstellung, womit Kinder früher gespielt haben und wie sich Spielzeug und Spiele bis heute verändert haben. Puppen und Puppenstuben, Teddybären, Schaukelpferde, Spielzeugeisenbahnen, Lego, Bilderbücher und Gesellschaftsspiele ließen bei vielen Besuchern Erinnerungen an die eigene Kindheit wach werden.

Besonders schön waren die vielen persönlichen Geschichten, die mit den Ausstellungsstücken verbunden waren. In Gesprächen mit Menschen aus Weiher hatte der Heimatverein Erinnerungen aus unterschiedlichen Generationen gesammelt – von Fangen, Verstecken und Seilhüpfen bis hin zu Lego und Computerspielen. So wurde deutlich: Die Spielsachen verändern sich, aber die Freude am gemeinsamen Spielen bleibt.

Ein besonderer Blickfang war das von seinem Vater selbstgebauten Tretauto von Lothar Gärtner. Das außergewöhnliche Fahrzeug wurde eigens aus Berlin zurück nach Weiher gebracht und konnte damit nach vielen Jahren wieder an seinem ursprünglichen Heimatort bewundert werden.

Der absolute Hit bei den kleinen Besuchern war das Kasperletheater, das von Karin Pankratz und Alexandra Haffner mit viel Engagement aufgeführt wurde. Bei den drei Vorstellungen wurde mitgefiebert, gelacht und natürlich kräftig mit dem Kasper mitgeredet. Damit wurde die Ausstellung nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum echten Erlebnis für die jüngsten Besucher.

Auch die zahlreichen Puppen aus der Sammlung von Inge Blumhofer, historische Schaukelpferde und viele weitere liebevoll zusammengetragene Leihgaben machten die Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis. Ergänzt wurden die Exponate durch informative Texte und Hintergrundinformationen. Mitglieder des Heimatvereins hatten sich intensiv mit den einzelnen Themen beschäftigt und standen den Besuchern für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Viele der an der Vorbereitung und Gestaltung der Ausstellung beteiligten Teammitglieder sind oder waren als Erzieherinnen tätig und brachten ihr Fachwissen in die Gestaltung ein. Unterstützt wurde das Team dabei zusätzlich von Christina Stiel-Leibold vom Kindergartenmuseum Bruchsal.

Überall in der Halle wurde erzählt, gelacht und gestaunt. Viele Besucher entdeckten Spielsachen wieder, die sie selbst einmal besessen hatten oder die heute noch in ihren Familien weitergegeben werden. Genau diese Verbindung von Geschichte und persönlichen Erinnerungen machte den besonderen Charme der Ausstellung aus.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Leihgeberinnen und Leihgebern, insbesondere dem Kindergartenmuseum Bruchsal, dem Winzermuseum Rauenberg und dem Heimatmuseum Neuthard. Wir danken dem Vorbereitungsteam Marianne Bonert, Angela und Jens Dänner, Nelly Brückel, Inge Blumhofer, Karin Pankratz, Christina Stiel-Leibold unter der Leitung der 1. Vorsitzenden Beate Harder, sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die beim Aufbau, während der Ausstellung und beim Abbau mit großem Einsatz dabei waren. Ohne diese Unterstützung wäre eine solche Ausstellung nicht möglich.

 

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