Aus unserer Reihe Schätze der Vergangenheit – Zigarrenmattiermaschine!

Bis in die frühen 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden in unseren Dörfern Zigarren angefertigt. Diese Arbeit war vor allem für die Frauen ein guter Verdienst in der sonst eher landwirtschaftlich geprägten Region.

Die Tätigkeiten wurden überwiegend in Handarbeit ausgeführt, doch auch schon früh haben findige Fabrikbesitzer die ein oder andere Maschine selbst erfunden, um die Abläufe in den Unternehmen zu beschleunigen.

Nun wurde uns kürzlich eine Zigarrenmattiermaschine der Firma Prestel & Böser, Weiher bei Bruchsal angeboten, die vermutlich aus dem frühen 20. Jhd. stammt.

Funktion einer Zigarrenmattiermaschine:

Die Maschine hatte die Aufgabe, Zigarren optisch zu veredeln, genauer gesagt:

  • Die Oberfläche der Zigarre glätten: Dabei wurde die Deckblattoberfläche geglättet, sodass sie ein gleichmäßigeres, ansprechenderes Aussehen erhielt.
  • Den Glanz regulieren (mattieren): Manche Zigarren sollten nicht glänzen, sondern eine matte Oberfläche haben – die Maschine sorgte dafür, dass der übermäßige natürliche Glanz des Deckblatts entfernt oder reduziert wurde.
  • Optische Vereinheitlichung: Sie trug dazu bei, dass Zigarren gleichmäßig aussahen, was für die Präsentation und den Verkauf wichtig war.

Auf unsere Vermittlung hin, hat die Maschine nun im Heimatmuseum Neuthard, die eine große Abteilung für die heimische Zigarrenindustrie führen, einen würdigen Platz erhalten.

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