Exkursion des Heimatvereins zur Barockkirche St. Peter Bruchsal

Exkursion St. Peter
Foto: Harder

Den Abschluss der Vortragsreihe „Auf den Spuren der Fürstbischöfe“ des Heimatvereins Ubstadt-Weiher e.V. bildete eine Exkursion zur Barockkirche St. Peter in Bruchsal.

St. Peter wurde aufgrund seiner Verbindungen zu den in Bruchsal residierenden Fürstbischöfen als Ziel gewählt. Sie wurde auf Initiative des Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn – dem Wunsch nach einer Pfarr- und Grabeskirche folgend – ab 1740 gebaut, von seinem Nachfolger Franz von Hutten 1744 vollendet und dient als deren Grablege ebenso wie für die Fürstbischöfe von Stirum und von Walderdorf.

Unser 2. Vorsitzender Christian Mannek konnte eine stattliche Anzahl, in Eigenregie angereister interessierter Mitglieder und Freunde des Vereins am Samstag, den 2. November, vor den Toren der Barockkirche – dem Werk des berühmten Baumeisters Balthasar Neumanns – begrüßen. Nach einer kurzen Einleitung übergab er direkt das Wort an Dieter Böser, langjähriger Vorsitzender des „Fördervereins zur Erhaltung der Barockkirche St. Peter“ und profunder Kenner der Kirche, der die anstehende Führung vornahm.

Zunächst geleitete er den Tross der Wissbegierigen an die Nordseite der Kirche, wo er sein Augenmerk auf die Überreste der gotischen Vorgängerkirche lenkte. Ebenda, genauer am Sockel des Langhauses eingemeißelt, konnten die Teilnehmer die 1738 gebräuchlichen Längenmaße, Elle und Rute, betrachten.

Danach ging es in die Kirche selbst, die in Form eines griechischen Kreuzes erbaut wurde. Nun erfuhren die Anwesenden vieles über die Gliederung des Innenraums, den Aufbau der Altäre, die Symbolik der einzelnen Objekte, die Stuckaturen, die Kuppel, die Bemalung u.a. Herrn Böser gelang es all die Informationen nicht in einem Monolog, sondern im Dialog mit den Teilnehmern und deren Fragen unterzubringen.

Weiterhin zu erwähnen ist, dass, die Peterskirche, als Pfarrkirche, von der Enteignung während der Säkularisation (1803) verschont blieb, ebenso verschont blieb sie während des schweren Bombenangriffs vom März 1945. Sankt Peter ist Eigentum der Pfarrei St.Vinzenz, die somit für deren Erhalt die Verantwortung „vererbt“ bekommen hat.

Zum Abschluss der knapp 90-minütigen Führung dankte Christian Mannek (li. im Bild) im Namen der Besucher unserem Kirchenführer für die ausführlichen Erklärungen, die bis dato noch nicht bekannten Fakten und stelle die Möglichkeit in den Raum, dass der Heimatverein Ubstadt-Weiher e.V. erneut sein Wissensquell in Anspruch nehmen wird.

Abschließend begaben sich alle, im Vorfeld dazu angemeldeten, Teilnehmer zum gemütlichen Ausklang in die Gaststätte „Zum Engel“, die übrigens am 3.September 1798 an eben dieser Stelle – Württemberger Straße 9 –, erneut das Schildrecht erhielt. Fürstbischof von Walderdorf erteilte darüber eine Urkunde.

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